Warum eine Anzeige allein selten reicht
In vielen Berufen gibt es mehr offene Stellen als Bewerber. Wer wechseln will, vergleicht: Was macht die Firma, wie arbeitet das Team, was bekomme ich? Die Antworten sucht er nicht nur in der Anzeige, sondern auch auf deiner Webseite, auf Instagram und in Bewertungen. Erst wenn alles zusammenpasst, schickt er eine Bewerbung.
Mehrere Kanäle ausprobieren, online und offline
Welcher Kanal funktioniert, lässt sich vorher kaum sagen. Eine Servicekraft findet ihren Job eher auf Instagram, eine Industriekauffrau eher auf einem Jobportal, ein Azubi vielleicht über ein Plakat an der Bushaltestelle vor seiner Schule. Deshalb starten wir Recruiting-Kampagnen mit mehreren Kanälen und schauen nach ein paar Wochen, welche die Bewerbungen bringen.
| Kanal | Stark für | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Regionale Jobportale und Jobbörsen | Fachkräfte und kaufmännische Berufe, die aktiv suchen | Eine gut geschriebene Anzeige und ein vollständiges Arbeitgeberprofil |
| Instagram und Facebook | Junge Zielgruppen, Gastronomie, Handwerk und Ausbildung | Echte Bilder und Videos aus dem Team, eine klare Ansprache |
| Büro- und Führungspositionen | Persönliche Beiträge, nicht nur Anzeigen | |
| Werbung vor Ort | Azubis und Menschen aus der Region, die nicht aktiv suchen | Bauzaunbanner, Plakate und Fahrzeuge dort, wo die Zielgruppe unterwegs ist |
| Eigene Webseite | Alle, die sich vor der Bewerbung informieren | Eine Karriereseite mit allen Stellen und einem kurzen Formular |
Die klassischen Jobportale werden oft unterschätzt. In unseren Projekten gehören sie regelmäßig zu den besten Quellen, besonders die Portale der Region und die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Social Media spielt seine Stärke vor allem bei jüngeren Zielgruppen aus, und Werbung vor Ort erreicht Menschen, die gar nicht aktiv suchen.
Aus unseren Projekten · Treibholz BeachbarStellen für Bar, Service und Küche über Instagram besetztZur Eröffnung der Beachbar suchten wir Personal für Bar, Service und Küche. Über Stellenanzeigen in Stories und Beiträgen auf Instagram waren die Stellen in kurzer Zeit besetzt.Zum Projekt
Bei einem Mittelständler aus der Oberpfalz war es umgekehrt: Anzeigen auf Instagram und Facebook brachten wenig. Gut geschriebene Stellenanzeigen auf den Jobportalen, die auf eine neue Karriereseite führen, brachten dagegen 70 Bewerbungen in elf Monaten. Ohne mehrere Kanäle zu testen, hätten wir das nicht gewusst.
Was eine gute Stellenanzeige ausmacht
Auf dem Jobportal steht deine Anzeige neben vielen anderen. Ob jemand klickt und sich bewirbt, entscheidet sich in wenigen Sekunden.
- Ein Titel, nach dem Bewerber suchen, zum Beispiel „Elektroniker (m/w/d)“ statt einer internen Bezeichnung
- Konkrete Aufgaben statt allgemeiner Floskeln
- Was du bietest, so konkret wie möglich: Arbeitszeiten, Weiterbildung, Ausstattung, Team
- Echte Fotos aus deinem Unternehmen statt Bildern aus der Datenbank
- Eine Ansprechperson mit Namen und Telefonnummer
- Ein einfacher Weg zur Bewerbung, am besten in wenigen Minuten vom Handy aus
Stellenanzeigen müssen in Deutschland neutral formuliert sein, so verlangt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Deshalb steht hinter dem Jobtitel meist „(m/w/d)“.
Das Arbeitgeberprofil muss stimmen
Bevor sich jemand bewirbt, schaut er nach: auf deiner Webseite, auf Instagram, bei Google und auf Bewertungsportalen für Arbeitgeber. Ein Profil auf dem Jobportal mit Logo, Fotos und ein paar Sätzen zum Unternehmen wirkt anders als eine leere Seite. Und wenn die Anzeige ein modernes Team verspricht, sollte die Webseite das auch zeigen.
- Jobportale: ein vollständiges Arbeitgeberprofil mit Logo, Fotos und Beschreibung.
- Google: ein aktuelles Unternehmensprofil mit Bildern und Antworten auf Bewertungen.
- Social Media: Einblicke in den Arbeitsalltag, das Team und Firmenveranstaltungen.
- Bewertungen: Rückmeldungen ernst nehmen und sachlich beantworten.
Die Karriereseite: wo alle Wege ankommen
Egal ob jemand über ein Jobportal, über Instagram oder über ein Plakat auf dich aufmerksam wird: Am Ende landet er fast immer auf deiner Webseite. Eine eigene Karriereseite zeigt alle offenen Stellen an einem Ort, beantwortet die wichtigsten Fragen und macht die Bewerbung einfach.
- Alle offenen Stellen, aktuell und einzeln verlinkbar
- Fotos und Videos aus dem echten Arbeitsalltag
- Was dich als Arbeitgeber ausmacht, in klaren Worten
- Wie die Bewerbung abläuft und wer sich meldet
- Ein kurzes Formular, das am Handy funktioniert
Gute Bilder und Videos aus deinem Unternehmen sind dafür die Grundlage. Wie wir sie planen und umsetzen, zeigen wir auf unserer Seite zu Foto und Video.Foto & Film
Messen, woher die Bewerbungen kommen
Frag bei jeder Bewerbung, wie jemand auf dich aufmerksam geworden ist, oder halte es im Formular auf der Karriereseite fest. So siehst du nach wenigen Wochen, welcher Kanal wirkt, und kannst das Budget dorthin verschieben.
Quellen
Alle Quellen geprüft im Oktober 2026.
