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Fachkräfte gewinnen: Karriereseite, Stellenanzeigen und Kampagnen im Mittelstand

Eine Stellenanzeige schalten und warten reicht heute selten. Gute Leute haben die Wahl und schauen genau hin, bevor sie sich bewerben. Welche Kanäle im Mittelstand wirken, warum du mehrere ausprobieren solltest und was eine Anzeige braucht, damit sich die Richtigen melden.

Kenan AdamDesign und Strategie

  • 5 Min. Lesezeit
  • Ratgeber

Warum eine Anzeige allein selten reicht

In vielen Berufen gibt es mehr offene Stellen als Bewerber. Wer wechseln will, vergleicht: Was macht die Firma, wie arbeitet das Team, was bekomme ich? Die Antworten sucht er nicht nur in der Anzeige, sondern auch auf deiner Webseite, auf Instagram und in Bewertungen. Erst wenn alles zusammenpasst, schickt er eine Bewerbung.

Mehrere Kanäle ausprobieren, online und offline

Welcher Kanal funktioniert, lässt sich vorher kaum sagen. Eine Servicekraft findet ihren Job eher auf Instagram, eine Industriekauffrau eher auf einem Jobportal, ein Azubi vielleicht über ein Plakat an der Bushaltestelle vor seiner Schule. Deshalb starten wir Recruiting-Kampagnen mit mehreren Kanälen und schauen nach ein paar Wochen, welche die Bewerbungen bringen.

KanalStark fürWorauf es ankommt
Regionale Jobportale und JobbörsenFachkräfte und kaufmännische Berufe, die aktiv suchenEine gut geschriebene Anzeige und ein vollständiges Arbeitgeberprofil
Instagram und FacebookJunge Zielgruppen, Gastronomie, Handwerk und AusbildungEchte Bilder und Videos aus dem Team, eine klare Ansprache
LinkedInBüro- und FührungspositionenPersönliche Beiträge, nicht nur Anzeigen
Werbung vor OrtAzubis und Menschen aus der Region, die nicht aktiv suchenBauzaunbanner, Plakate und Fahrzeuge dort, wo die Zielgruppe unterwegs ist
Eigene WebseiteAlle, die sich vor der Bewerbung informierenEine Karriereseite mit allen Stellen und einem kurzen Formular

Die klassischen Jobportale werden oft unterschätzt. In unseren Projekten gehören sie regelmäßig zu den besten Quellen, besonders die Portale der Region und die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Social Media spielt seine Stärke vor allem bei jüngeren Zielgruppen aus, und Werbung vor Ort erreicht Menschen, die gar nicht aktiv suchen.

Aus unseren Projekten · Treibholz BeachbarStellen für Bar, Service und Küche über Instagram besetztZur Eröffnung der Beachbar suchten wir Personal für Bar, Service und Küche. Über Stellenanzeigen in Stories und Beiträgen auf Instagram waren die Stellen in kurzer Zeit besetzt.Zum Projekt

Bei einem Mittelständler aus der Oberpfalz war es umgekehrt: Anzeigen auf Instagram und Facebook brachten wenig. Gut geschriebene Stellenanzeigen auf den Jobportalen, die auf eine neue Karriereseite führen, brachten dagegen 70 Bewerbungen in elf Monaten. Ohne mehrere Kanäle zu testen, hätten wir das nicht gewusst.

Was eine gute Stellenanzeige ausmacht

Auf dem Jobportal steht deine Anzeige neben vielen anderen. Ob jemand klickt und sich bewirbt, entscheidet sich in wenigen Sekunden.

  • Ein Titel, nach dem Bewerber suchen, zum Beispiel „Elektroniker (m/w/d)“ statt einer internen Bezeichnung
  • Konkrete Aufgaben statt allgemeiner Floskeln
  • Was du bietest, so konkret wie möglich: Arbeitszeiten, Weiterbildung, Ausstattung, Team
  • Echte Fotos aus deinem Unternehmen statt Bildern aus der Datenbank
  • Eine Ansprechperson mit Namen und Telefonnummer
  • Ein einfacher Weg zur Bewerbung, am besten in wenigen Minuten vom Handy aus

Stellenanzeigen müssen in Deutschland neutral formuliert sein, so verlangt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Deshalb steht hinter dem Jobtitel meist „(m/w/d)“.

Das Arbeitgeberprofil muss stimmen

Bevor sich jemand bewirbt, schaut er nach: auf deiner Webseite, auf Instagram, bei Google und auf Bewertungsportalen für Arbeitgeber. Ein Profil auf dem Jobportal mit Logo, Fotos und ein paar Sätzen zum Unternehmen wirkt anders als eine leere Seite. Und wenn die Anzeige ein modernes Team verspricht, sollte die Webseite das auch zeigen.

  • Jobportale: ein vollständiges Arbeitgeberprofil mit Logo, Fotos und Beschreibung.
  • Google: ein aktuelles Unternehmensprofil mit Bildern und Antworten auf Bewertungen.
  • Social Media: Einblicke in den Arbeitsalltag, das Team und Firmenveranstaltungen.
  • Bewertungen: Rückmeldungen ernst nehmen und sachlich beantworten.

Die Karriereseite: wo alle Wege ankommen

Egal ob jemand über ein Jobportal, über Instagram oder über ein Plakat auf dich aufmerksam wird: Am Ende landet er fast immer auf deiner Webseite. Eine eigene Karriereseite zeigt alle offenen Stellen an einem Ort, beantwortet die wichtigsten Fragen und macht die Bewerbung einfach.

  • Alle offenen Stellen, aktuell und einzeln verlinkbar
  • Fotos und Videos aus dem echten Arbeitsalltag
  • Was dich als Arbeitgeber ausmacht, in klaren Worten
  • Wie die Bewerbung abläuft und wer sich meldet
  • Ein kurzes Formular, das am Handy funktioniert

Gute Bilder und Videos aus deinem Unternehmen sind dafür die Grundlage. Wie wir sie planen und umsetzen, zeigen wir auf unserer Seite zu Foto und Video.Foto & Film

Messen, woher die Bewerbungen kommen

Frag bei jeder Bewerbung, wie jemand auf dich aufmerksam geworden ist, oder halte es im Formular auf der Karriereseite fest. So siehst du nach wenigen Wochen, welcher Kanal wirkt, und kannst das Budget dorthin verschieben.

Quellen

  1. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz § 11: Ausschreibung
  2. Bundesagentur für Arbeit: Jobsuche

Alle Quellen geprüft im Oktober 2026.

Häufige Fragen. Kurz beantwortet.

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Welcher Kanal bringt die meisten Bewerbungen?

Das hängt vom Beruf und von der Region ab. Für Fachkräfte, die aktiv suchen, sind regionale Jobportale oft die beste Quelle. Junge Zielgruppen erreichst du eher über Social Media. Am meisten sagt ein Test mit mehreren Kanälen gleichzeitig.

Brauchen wir eine eigene Karriereseite?

Wenn du regelmäßig Stellen besetzt, ja. Fast jeder Bewerber schaut sich vorher deine Webseite an. Eine Karriereseite bündelt alle Stellen, zeigt das Team und macht die Bewerbung einfach.

Was kostet eine Recruiting-Kampagne?

Das hängt von den Kanälen und der Laufzeit ab. Dazu kommen die Kosten für Anzeigen auf Jobportalen oder in Social Media, die direkt an die Anbieter gehen. Das Budget legen wir vorher gemeinsam fest.

Wie schnell kommen die ersten Bewerbungen?

Bei Anzeigen in Social Media und auf Jobportalen oft schon nach wenigen Tagen. Wie viele passende Bewerbungen kommen, zeigt sich nach einigen Wochen. Deshalb planen wir Kampagnen mit einer Testphase.

Mehr Bewerbungen, aus den richtigen Kanälen.

Erzähl uns, welche Stellen du besetzen willst. Im ersten Gespräch schauen wir, welche Kanäle zu deiner Zielgruppe passen und was deine Karriereseite braucht.

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