Auf unserer Seite zum Webdesign zeigen wir die sechs Stellen an einem echten Projekt. Hier gehen wir tiefer: was an jeder Stelle passieren muss und woran du erkennst, ob deine Webseite es schon tut.
1. Eine Navigation, die Kunden verstehen
Besucher kommen mit einer Frage. Die Navigation muss sie in zwei Klicks zur Antwort führen. Das gelingt, wenn sie so benannt ist, wie deine Kunden denken, nicht wie dein Organigramm aufgebaut ist.
- Jede Leistung hat eine eigene Seite
- Die Menüpunkte heißen so, wie Kunden suchen
- Kontakt und Telefon sind immer erreichbar, auch auf dem Handy
2. In fünf Sekunden klar: wer, was, wo
Der erste Bildschirm entscheidet, ob jemand bleibt. Er muss drei Fragen beantworten: Was bietest du an? Für wen? Wo? „Herzlich willkommen auf unserer Webseite“ beantwortet keine davon. Eine Überschrift wie „Stahlbau für Gewerbehallen in der Oberpfalz“ beantwortet alle drei und enthält die Begriffe, nach denen gesucht wird.
3. Ein klarer nächster Schritt
Wer schon überzeugt ist, soll nicht suchen müssen. Ein sichtbarer Knopf zur Anfrage und eine Telefonnummer, die man auf dem Handy antippen kann, gehören in den ersten Bildschirm und ans Ende jeder Seite. Das Formular selbst ist kurz: Name, Kontakt, ein paar Sätze. Und es sagt, wie schnell du antwortest.
4. Zahlen statt Adjektive
„Kompetent, zuverlässig, kundenorientiert“ steht auf unzähligen Firmenwebseiten und überzeugt niemanden. Was überzeugt, sind Belege: Jahre am Markt, Zahl der Projekte, Reaktionszeiten, Kundenstimmen mit Namen, Referenzen mit Bildern.
5. Menschen statt Bilddatenbank
Gerade bei Dienstleistungen kaufen Menschen bei Menschen. Ein Foto vom Geschäftsführer, vom Team und aus echten Projekten schafft mehr Vertrauen als jedes Bild vom Händeschütteln im Anzug. Fotos gehören deshalb zu den wichtigsten Elementen einer Webseite, und ein eigenes Shooting lohnt sich fast immer.
6. Ein Ablauf, der Unsicherheit nimmt
Viele Anfragen scheitern nicht am Angebot, sondern an der Frage: Was passiert, wenn ich mich melde? Ein kurzer Ablauf in drei oder vier Schritten beantwortet sie, bevor sie zur Hürde wird. Vom ersten Gespräch bis zum Ergebnis, mit realistischen Zeiten.
Das Fundament, das man nicht sieht
Die sechs Stellen wirken nur, wenn das Fundament stimmt. Google misst die Nutzererfahrung mit den Core Web Vitals. Als gut gilt, wenn der größte Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden lädt, die Seite innerhalb von 200 Millisekunden auf Eingaben reagiert und nichts beim Laden verrutscht.
| Fundament | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Ladezeit | Große Inhalte in höchstens 2,5 Sekunden, schnelle Reaktion auf Klicks |
| Handy zuerst | Google bewertet Webseiten in erster Linie nach der mobilen Fassung |
| Struktur | Eine klare Überschriften-Hierarchie und strukturierte Daten für Google und KI-Assistenten |
| Barrierefreiheit | Kontraste, Tastaturbedienung, Alternativtexte, verständliche Formulare |
| Datenschutz | Schriften lokal, so wenige externe Dienste wie möglich |
Was gute Webseiten weglassen
- Bildwechsler mit fünf Botschaften, von denen niemand die dritte sieht
- „Herzlich willkommen“ als erste Überschrift
- Fotos aus der Bilddatenbank, die auch dein Mitbewerber nutzt
- Ein Cookie-Banner, obwohl die Seite gar keine Tracking-Dienste nutzt
- Ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern
Quellen
Alle Quellen geprüft im Oktober 2026.
