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Branding und Corporate Design

Rebranding im Mittelstand: Wann sich ein neuer Auftritt lohnt

Ein neues Logo ist schnell beschlossen, wenn das alte nicht mehr gefällt. Geschmack ist aber kein guter Grund für ein Rebranding. Gute Gründe gibt es trotzdem einige. Woran du erkennst, dass es Zeit ist, und wie ein Rebranding gelingt, bei dem dich deine Kunden sofort wiedererkennen.

Kenan AdamDesign und Strategie

  • 4 Min. Lesezeit
  • Ratgeber

Sieben Zeichen, dass es Zeit ist

  1. 01

    Du bist gewachsen, dein Auftritt nicht

    Du hast heute andere Kunden, größere Projekte, mehr Mitarbeiter. Der Auftritt sieht aber noch aus wie zur Gründung.

  2. 02

    Du willst andere Kunden gewinnen

    Etwa Geschäftskunden statt Privatkunden oder größere Auftraggeber, die genau hinsehen.

  3. 03

    Jedes Material sieht anders aus

    Die Visitenkarte vom einen, die Webseite vom anderen, der Flyer vom dritten Dienstleister. Nichts passt zusammen.

  4. 04

    Das Logo funktioniert technisch nicht

    Zu fein für die Stickerei, unleserlich als kleines Profilbild, keine Variante für dunkle Hintergründe.

  5. 05

    Nachfolge oder neue Ausrichtung

    Eine neue Generation übernimmt, oder das Angebot hat sich deutlich verändert.

  6. 06

    Du wirst verwechselt

    Mitbewerber sehen ähnlich aus, oder es gibt Firmen mit ähnlichem Namen.

  7. 07

    Du gibst deine Visitenkarte ungern weiter

    Ein ehrliches Signal. Dein Auftritt sollte etwas sein, das du gern zeigst.

Und wann nicht

  • Nur weil dir das Logo nach Jahren langweilig vorkommt. Deine Kunden sehen es viel seltener als du.
  • Als Ersatz für ein Problem im Angebot oder im Service.
  • Ohne Plan, wie der neue Auftritt überall umgesetzt wird.

Evolution oder Neuanfang

ThemaEvolutionNeuanfang
LogoBehutsam überarbeitet, bleibt erkennbarNeu entwickelt
Sinnvoll, wennName und Ruf bekannt sind, das Logo aber technisch schwach istSich die Ausrichtung ändert, Verwechslung droht oder der Auftritt keine Substanz hat
RisikoGeringHöher, braucht gute Kommunikation
AufwandKleinerGrößer, betrifft alle Materialien

So läuft ein Rebranding ab

  1. 01

    Bestandsaufnahme

    Alle Materialien auf einen Tisch: Was gibt es, was wird genutzt, was funktioniert?

  2. 02

    Ziel klären

    Wen willst du erreichen, wofür willst du stehen?

  3. 03

    Gestaltung

    Logo, Farben, Schriften und Elemente, in mehreren Konzepten.

  4. 04

    Anwendung

    Webseite, Visitenkarten, Briefpapier, Fahrzeuge, Social Media, Beschilderung.

  5. 05

    Umstellung planen

    Was wird sofort getauscht, was nach und nach? Wann erfahren deine Kunden davon?

Ein Beispiel aus der Oberpfalz

Aus unseren Projekten · Cop MetallEin komplettes RebrandingCop Metall aus Altenstadt an der Waldnaab gibt es seit 2012. Mit dem Rebranding bekam das Unternehmen ein neues Logo, ein Gestaltungselement aus Konstruktionslinien, eine neue Webseite, Visitenkarten und Flyer.Zum Projekt

Die Umstellung erklären

Ein Rebranding ist ein guter Anlass, mit Kunden ins Gespräch zu kommen. Erzähl, warum du dich verändert hast, auf der Webseite, in Social Media und im persönlichen Gespräch. Dein Team sollte die Gründe als Erstes kennen.

  • Webseite, E-Mail-Signaturen und digitale Profile zum selben Stichtag umstellen
  • Google-Unternehmensprofil und Branchenverzeichnisse aktualisieren
  • Drucksachen und Fahrzeuge nach und nach ersetzen, nach einem festen Plan
  • Das Team zuerst informieren, dann die Kunden

Häufige Fragen. Kurz beantwortet.

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Verliere ich durch ein Rebranding Kunden?

Selten, wenn du es erklärst. Stammkunden kennen dich aus der Zusammenarbeit, nicht über das Logo. Wichtig ist, dass Name und Kontaktdaten überall gleichzeitig stimmen.

Muss ich alles auf einmal umstellen?

Nein. Webseite, E-Mail-Signatur und digitale Profile sollten zum Stichtag wechseln. Drucksachen und Fahrzeuge können nach und nach folgen. Ein Plan verhindert, dass alt und neu jahrelang nebeneinander existieren.

Ändert sich bei einem Rebranding der Firmenname?

Meist nicht. Ein Rebranding betrifft vor allem den Auftritt. Eine Namensänderung ist ein eigener Schritt mit rechtlichen Folgen, etwa im Handelsregister.

Was passiert mit meiner Webseite bei Google?

Bleibt die Domain gleich, ändert sich für Google wenig. Wechselt die Domain, müssen alle alten Adressen sauber auf die neuen weitergeleitet werden.

Zeit für einen Auftritt, der zu dir passt?

Erzähl uns, wo dein Auftritt heute hakt. Wir schauen gemeinsam, ob eine Überarbeitung reicht oder ob sich ein Neuanfang lohnt.

Kenan Adam, Web- und Brand-Designer aus der Oberpfalz, lächelt mit verschränkten Armen in seinem Studio
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